Wichtige Informationen zur Coronavirus-Pandemie

 

Wir möchten Ihnen einige Informationen zur Virusinfektion SARS-CoV-2, auch bekannt als „Coronavirus“, mitteilen. Dieser Beitrag enthält darüber hinaus praktische Verhaltensmaßnahmen zum Schutz vor einer Infektion im Pflegealltag für Sie, Ihre Angehörigen und die Betreuungskraft. Das vollständige Merkblatt des Branchenverbandes für häusliche Betreuung und Pflege e.V. (VHBP) mit Empfehlungen zu Verhalten und Hygiene in der häuslichen Betreuung finden Sie am Schluss zum Download.

 

Definition

SARS-CoV-2 ist die Bezeichnung eines im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan, Provinz Hubei, neu identifizierten Coronavirus. Das Virus verursacht die Erkrankung namens COVID-19 und ist Auslöser der Coronavirus-Epidemie 2019/2020, die von der WHO als „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ eingestuft wurde. In der Öffentlichkeit wird das Virus meist (nach der Virus-Familie) als Coronavirus oder gelegentlich (nach der Krankheit) als Covid-19-Virus bezeichnet.

Infektionswege

Das Coronavirus ist eine von Mensch zu Mensch übertragbare Infektion, die hauptsächlich über eine Tröpfcheninfektion zur Ansteckung führt. Sofern Sekret aus dem Nasen-Rachenraum oder der Mundhöhle eines Infizierten auf einen anderen Menschen trifft, kann dies zu einer Ansteckung führen. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Folge können Viren einige Tage auf Oberflächen (Lichtschalter, Taschentücher etc.)  überleben und zu einer Ansteckung führen, sofern die Viren über Hände in Berührung mit Mund- oder Nasenschleimhaut und Augenbindehaut in Kontakt kommen.

Symptome

Die anfänglichen Symptome ähneln einer Grippe. Beide Erkrankungen äußern sich zunächst mit Erkältungssymptomen. Bei der Grippe setzt das Krankheitsgefühl plötzlich ein. Das Robert Koch-Institut nennt folgende Krankheitsanzeichen für eine Grippe: allgemeine Schwäche, Fieber, Halsschmerzen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Schnupfen und Schweißausbrüche.

Nach bisherigen Erkenntnissen weist das neuartige Coronavirus auf ähnliche Symptome wie bei einer Grippe hin. In den meisten Fällen treten jedoch Fieber, trockener Husten und Atemnot auf. In einigen Fällen leiden Betroffene an Kopfschmerzen sowie Durchfall. Allerdings kann sich das SARS-CoV-2-Virus auch durch eine Reihe unspezifischer Symptome bemerkbar machen.

Schutz von Angehörigen und Betreuungskräften?

Um Sie, Ihre betreuungsbedürftigen Angehörigen und Ihre Betreuungskraft zu schützen bitten wir Sie:

  • ausreichend Hygienemittel wie Seife, Desinfektionsmittel, Einmal-Handschuhe zur Verfügung zu stellen
  • alle sozialen Kontakte, wie Besuche von Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,50m auf das Notwendige zu beschränken bzw. gänzlich darauf zu verzichten
  • Ihre Betreuungsperson bei Einkäufen und Freizeit dahingehend zu unterstützen, dass die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln NICHT notwendig wird
  • Ihre Betreuungsperson dahingehend unterstützen, dass statt häufiger Einkäufe pro Woche beispielsweise ein Lieferdienst genutzt wird oder nur 1x Mal wöchentlich eingekauft wird und die Vorräte entsprechend aufgefüllt werden.

 

Verhalten im Verdachtsfall einer Infektion

Sie hatten Kontakt mit einer infizierten Person? Oder Sie haben sich in einem Risikogebiet mit mehreren Infizierten aufgehalten? Sollten innerhalb der nächsten 14 Tage die o. g. Symptome auftreten, vermeiden Sie soweit es geht den Kontakt zu weiteren Personen und bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause. Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt per Telefon und besprechen Sie das weitere Vorgehen bevor Sie beabsichtigen in die Praxis zu gehen. Alternativ können Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundeseinheitlichen Telefonnummer 116117 benachrichtigen und das weitere Vorgehen besprechen.

Hatten Sie Kontakt zu einer Person mit dieser Erkrankung? In diesem Fall kontaktieren Sie bitte umgehend Ihr zuständiges Gesundheitsamt.

Verhalten im Krankheitsfall

Im Krankheitsfall sollten Sie 1 bis 2 Meter Abstand zu anderen Menschen nehmen und Körperkontakt gänzlich meiden. Nach Möglichkeit sollten Erkrankte sich in einem separaten Raum aufhalten, Essgeschirr sowie Handtücher nicht mit anderen Personen teilen und eine getrennte Toilette nutzen. Es gilt weiterhin die oben beschriebene Hygieneetikette.

Was gilt für Ihre Betreuungskraft?

Sofern sich bei Ihrer Betreuungskraft ein Verdacht zu einer möglichen Infektion ergibt, so gilt für Ihre Betreuungskraft analog das oben beschriebene Procedere. Egal ob ein Verdachtsfall oder eine Erkrankung bei Ihrer ausländischen Betreuungskraft vorliegt, gelten selbstverständlich die gleichen Bedingungen wie für einen Bundesbürger. Es hat gleichermaßen eine Meldung an das Gesundheitsamt zu erfolgen und die standardisierte Behandlung im Rahmen der geltenden Behandlungsrichtlinien. Ihre Betreuungskraft verfügt über den notwendigen Krankenversicherungsschutz, der die Behandlungskosten im Bedarfsfall in vollem Umfang abdeckt.

Wichtige Hinweise für die Betreuungskraft

Nachfolgende Informationen richten sich an Ihre Betreuungskräfte. Alle von SenVitaris vermittelten Betreuungskräfte sind darüber bereits informiert worden und haben die unten aufgeführten Empfehlungen des Verbandes für häusliche Betreuung und Pflege erhalten:

 

Hygieneempfehlungen für Betreuungsperkräfte des Verbandes für häusliche Betreuung und Pflege nach Sprachen (PDF):

 

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Ihr Team von SenVitaris